FAQ

Fragen zum Projekt

Die Bauarbeiten haben vertragsgemäß am 01.02.2016 begonnen.

Die Bauarbeiten werden auf der gesamten Neubaustrecke zeitgleich ausgeführt.

Die Neubaustrecke wird planmäßig im 4. Quartal 2019 fertiggestellt und anschließend in einem Stück für den Verkehr freigegeben.

Die Projektgesellschaft ist seit Projektbeginn für die Erhaltung der Bestandsstrecken zwischen Forstinning und Pastetten sowie zwischen Heldenstein und Marktl verantwortlich. Sie hat diese Leistungen an die Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG übertragen. Nach Fertigstellung des Neubauabschnittes wird die Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG die Erhaltung der gesamten Strecke übernehmen.

Der Betrieb der gesamten Projektstrecke durch die Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG beginnt mit der Fertigstellung der Neubaustrecke im 4. Quartal 2019. Bis dahin werden die beiden Bestandsstrecken durch die Autobahnmeistereien der Autobahndirektion Südbayern betrieben. Vor der Übernahme des Betriebsdienstes durch die Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG wird im Jahr 2019 eine neue Autobahnmeisterei in Ampfing errichtet.

Das Projekt läuft 30 Jahre und endet im Jahr 2046.

Die Neubaustrecke ist rund 33 km lang.

Die gesamte Projektstrecke (einschließlich der Neubaustrecke) umfasst rund 77 km.

Das Projekt umfasst die Planung und den Bau der Neubaustrecke, die Erhaltung und den Betrieb der gesamten Projektstrecke sowie die anteilige Finanzierung der Leistungen.

Im Rahmen der Planungen wurde und wird besonderer Wert darauf gelegt, die Behinderungen des Verkehrs auf dem nachgeordneten Straßennetz soweit möglich zu minimieren. Das Verkehrskonzept sieht für eine Reihe querender Straßen spezifische Umleitungen vor.

Es handelt sich um eine vierstreifige Autobahn mit je zwei Fahrstreifen plus Standstreifen je Richtung. Die Fahrbahnbreite beträgt 10m je Richtungsfahrbahn.

Dem Lärmschutz wird in besonderem Maße Rechnung getragen. Neben der Errichtung von Lärmschutzwänden und –wällen kommt auf weiten Teilen der Neubaustrecke ein spezieller lärmmindernder Fahrbahnbelag zum Einsatz.

Alle Maßnahmen werden durchgehend von einem Team aus spezialisierten Fachleuten der Umweltbaubegleitung betreut. Das Team stellt sicher, dass alle naturschutzfachlichen Belange und Auflagen eingehalten und bei Erfordernis zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden.

Im Zuge der Neubaustrecke wird in beiden Fahrtrichtungen je eine neue Rastanlage mit WC („Fürtholz Nord“ / „Fürtholz Süd“) bei Unterstollnkirchen errichtet.

Die Neubaustrecke umfasst den Bau von vier neuen Anschlussstellen bei Lengdorf, Dorfen, Obertaufkirchen und Heldenstein.

Das Besucherzentrum steht Besuchergruppen von 15 bis 50 Personen nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung.

Hinter den genannten Gesellschaften stehen im Wesentlichen das niederbayerische Bauunternehmen Berger Bau, die niederländische Royal BAM Gruppe mit ihrer deutschen Tochtergesellschaft Wayss & Freytag Ingenieurbau sowie die französische Eiffage Gruppe mit ihren deutschen Tochterunternehmen Wittfeld, Heinrich Walter Bau und Faber Bau.


Fragen zu ÖPP

ÖPP steht als Abkürzung für Öffentlich Private Partnerschaften. Bei ÖPP übernimmt ein privater Partner (hier die Isentalautobahn GmbH & Co. KG) im Auftrag der öffentlichen Hand den Neubau oder Ausbau einer öffentlichen Infrastruktur sowie deren Bewirtschaftung über einen definierten Zeitraum von beispielsweise 30 Jahren.

Bei ÖPP übernimmt der private Partner die Verantwortung für Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung über ein Zeitraum von üblicherweise 30 Jahren zu fest vereinbarten Konditionen. Durch Erbringung aller Leistungen aus einer Hand kann die betreffende Infrastruktur schneller und wirtschaftlicher bereitgestellt werden als bei herkömmlicher Beschaffung und Bewirtschaftung.

Das Projekt wird finanziert durch Abschlagszahlungen der öffentlichen Hand während der Bauphase, durch Eigenkapital der privaten Partner sowie durch von einer Bankengruppe bereitgestellten Darlehen.

Eine grundlegende Voraussetzung für die Durchführung eines ÖPP-Projekts ist der Nachweis der besseren Wirtschaftlichkeit im Vergleich zur herkömmlichen Durchführung einer Maßnahme. Nur wenn für die ÖPP-Variante im Rahmen einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durch den Bund der wirtschaftliche Vorteil nachgewiesen wurde, kann das ÖPP-Projekt ausgeschrieben und der Auftrag erteilt werden.